14. Februar 2012

4,2 Mio. Beispielsätze Deutsch-Italienisch (Update)

Abgelegt unter: deutsch-italienisch — Petra @ 14:24

Für Italienisch-Fans haben wir eine gute Nachricht. Wir haben das Satzarchiv des deutsch-italienischen Wörterbuchs um 2 Mio. Einträge erweitert. Damit beeinhaltet das Kontextwörterbuch zur Zeit neben 24.000 Übersetzungen auch 4,2 Mio. zweisprachige Beispielsätze, die von professionellen Übersetzern angefertigt wurden.  Neben EU-Parlamentsreden und Zeitungskommentaren haben wir diesmal auch Untertitel sowie Literatur von Dickens, Marx, Lewis, Bronte, Flaubert und Schopenhauer mit ins Satzarchiv aufgenommen. Insbesondere durch die Untertitel von Filmen und TV-Serien stehen jetzt auch viele Satzbeispiele aus der Alltagssprache zur Verfügung.

Probieren Sie es aus: Was geht ab?

21. Juni 2011

Handytelefonie mit simultaner Sprachübersetzung

Abgelegt unter: maschinelle Übersetzung — Tags: — admin @ 21:02

Die sprachlichen Barrieren stellen vor allem im geschäftlichen Bereich der Handytelefonie nach wie vor ein überaus ernstes Problem dar. Da sich in der heutigen Zeit jedoch die meisten Unternehmen grundsätzlich auf internationaler Ebene bewegen, hat sich nun der japanische Mobilfunkbetreiber NTT Docomo dazu entschlossen, einen auf Cloud basierenden Simultanübersetzer für die internationale Handytelefonie zu entwicklen.

Der Simultanübersetzer soll grundsätzlich sowohl für die verbale als auch für die schriftliche Kommunikation funktionieren, wodurch beispielsweise zwei Geschäftsleute aus den USA und aus Japan mit dem Handy telefonieren und hierbei jeweils in ihrer eigenen Muttersprache sprechen können. Der Simultanübersetzer von NTT Docomo wandelt die gesprochenen Worte (oder auch die geschriebenen einer SMS) zeitgleich in die Sprache des jeweils anderen Gesprächsteilnehmers um, wodurch die sprachlichen Barrieren optimal überwunden werden sollen.

Um diesen Simultanübersetzer für die reibungslose, internationale Kommunikation mit dem Mobiltelefon zu ermöglichen, greift der Entwickler NTT Docomo auf verschiedene Technologien, wie die automatische Spracherkennung, die Sprachsynthese und die Maschinen-Übersetzung zurück. Im Rahmen einer Demonstration auf der Technik-Messe “Wireless Japan 2011“ wurde beispielsweise ein Zeitungsartikel in japanischer Sprache über ein Handy vorgelesen und der Empfänger erhielt daraufhin die gesprochenen Worte in seiner englischen Muttersprache.

Das einzige Problem bei diesem Simultanübersetzer stellt die bisher noch nicht einwandfreie Erkennungsrate der gesprochenen Worte dar, da diese bei Weitem noch nicht die 100% erreicht hat. (siehe hier) Die jeweilige Erkennungsrate der gesprochenen Worte hängt grundsätzlich von der Deutlichkeit des Sprechers und auch von der Übertragungsqualität des Telefongesprächs ab. Auch stellen die verschiedenen Dialekte und die hiermit verbundenen, teilweise sehr unterschiedlichen Betonungen der Silben und Worte in der heutigen Zeit leider immer noch für viele Spracherkennungsprogramme ein ernst zu nehmendes Problem dar. Dieser Umstand bezieht sich nicht nur auf den Simultanübersetzer von NTT Docomo, sondern zum Beispiel auch auf viele Spracherkennungsprogramme für die Texterstellung am PC. Jedoch hat die Erkennungsrate vieler renommierter Spracherkennungsprogramme in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht und daher scheint es nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis das letzte Hindernis bezüglich der optimalen Erkennung der gesprochenen Worte endlich beseitigt wird.

Dennoch plant der Entwickler NTT Docomo noch in diesem Jahr die Veröffentlichung einer ersten Testversion des cloudbasierten Simultanübersetzers, wobei sich die Nutzer dieser Vorabversion jedoch auf einige Einschränkungen bezüglich der nicht einwandfreien Spracherkennung einstellen müssen.

27. Oktober 2010

Wie erreicht man international die Zielgruppe seines Unternehmens?

Abgelegt unter: Übersetzung — Tags:, , — Petra @ 16:14

– Gastbeitrag –

Internationalisierung von Webauftritten wird für Privatanwender, Unternehmen und Blogs zunehmend interessanter. Wie dies effektiv und erfolgreich erfolgen kann, soll im folgenden kurz dargestellt werden.

Das Internet bietet allen Usern nie da gewesene Möglichkeiten, sich international darzustellen oder Ihre Meinung zu verbreiten. Kleine Unternehmen oder Einzelpersonen können sich auf der internationalen Bühne genauso darstellen, wie Großkonzernen oder NGOs. Die Hürden für internationales Renommee und Anerkennung sinken.

Um neue Interessenten und Märkte zu erreichen, ist es allerdings nicht genug, seine Webseite nur in Englisch online zu stellen. Vielmehr müssen unterschiedliche Aspekte berücksichtigt werden, um eine erfolgreiche Internationalisierung eines Webauftritts zu erreichen. Damit Sie Menschen auf dem ganzen Globus für sich und/oder Ihre Produkte und Services gewinnen, haben wir in diesem Artikel eine kurze Zusammenschau der wichtigsten Empfehlungen zur erfolgreichen Webseiten-Internationalisierung erstellt.

Internationalisierung bereits in der Konzeption
Bereiten Sie schon in der Konzeptionsphase Ihren Webauftritt auf eine internationale Ausrichtung vor. Stellen Sie bei der Wahl der technischen Plattform sicher, dass diese auf mehrere Sprachen skaliert werden kann. Viele der heutigen CMS (Content Management System) sind darauf bereits ausgerichtet – ein kurzer Check bewahrt einen später vor unliebsamen Überraschungen.
Achten Sie dabei auch auf die Zeichensätze, die ein CMS oder Ihr Webseiten-Design verwalten kann. Hier ist UTF-8 als Standard unbedingt zu empfehlen. Dieses Format bildet alle Zeichensätze ab und somit nicht nur Sprachen mit lateinischen Zeichensatz. Auch Chinesisch oder Arabisch sind bspw. darstellbar.

Auch das Design der Webpräsenz sollte schon in der Gestaltungsphase auf die Übertragbarkeit in andere Sprachen ausrichtet werden. So wird z.B. in Israel von rechts nach links gelesen. Eine horizontale Ausrichtung der Menü-Leisten erlaubt so die Übersetzung der Webseite, ohne diese komplett überarbeiten zu müssen.

Übersetzen Sie Ihre Webseiten in die jeweiligen Landessprache
75 % der Weltbevölkerung sprechen kein Englisch. Die meisten Internetuser nutzen Suchmaschinen in Ihrer Landessprache und besuchen bevorzugt Seiten in ihrer Muttersprache.
Daher ist eine alleinige Übersetzung Ihrer Webseite auf Englisch für eine nachhaltige Internationalisierung nicht ausreichend. Das Zielpublikum will in seiner Sprache angesprochen werden. Andernfalls sind hohe Abbruchraten und damit einhergehend geringer Erfolg der Seite zu erwarten.

Weiterhin ist zu beachten, dass es zwischen Ländern mit vordergründig gleicher Landessprache erhebliche Unterschiede geben kann. Es finden sich teilweise große Diskrepanzen zwischen Ländern wie USA und Großbritannien oder Mexiko und Spanien.
Das spanische Wort „coche“ bedeutet in Südamerika Kinderwagen, in Spanien aber Auto. Ähnliche Beispiele gibt es zwischen Britischem und US-amerikanischem Englisch oder aber im Portugiesischen – abhängig davon, ob es in Portugal oder Brasilien gesprochen wird.

Achten Sie bspw. auch darauf, dass in einem Land mehrere Sprachen gesprochen werden. So sind in der Schweiz deutsch, französisch und italienisch offizielle Amtssprachen. In Belgien Französisch, Niederländisch und Deutsch. Besonders bei Geschäftsseiten sollte man diskriminierungsfrei alle Landessprachen anbieten.

Lokalisierung – mehr als reine Übersetzung
Verschiedene Kulturen und Kulturkreise haben unterschiedliche Vorstellungen wie Webseiten designt und was dargestellt werden soll und darf. Im islamischen Kulturkreis sind bspw. freizügige Bilder verpönt. Bereits die Darstellung einer Dame im Minirock oder die Werbung für eine Sauna kann hier Verstimmung auslösen, bzw. z.T. sogar zur Sperrung der Seite führen.
Recherchieren Sie daher gezielt nach derartigen Besonderheiten oder lassen Sie dies von Lokalisierungsspezialisten erledigen.
Neben Bildern und Sprache stellen Maßeinheiten, Währungen und Datumsangaben oft Stolpersteine bei der Internationalisierung dar. Es gibt bspw. neben dem deutschen Format TT.MM.JJ auch die Schreibweisen MM/TT/JJ sowie JJ/MM/TT. Ein einzelnes Datum im Format „02/04/03“ kann also sehr unterschiedlich interpretiert werden.
Die Preise für Waren und Dienstleistungen sollten immer in der jeweiligen Landeswährung angegeben sein. Auch Sie dürften es kaum schätzen, wenn Sie etwas bestellen und jedes mal von Yen in € selbst umrechnen müssten.

Eigene Domain vs. Subdomain auf der bestehenden Seite
Ist es sinnvoller, sich für seinen Webauftritt in einem anderen Land eine neue Domain (www.meinefirma.es für Spanien) zu sichern oder aber eine Unterseite auf der Originalseite einzurichten (bspw. www.meinefirma.de/es)? Hier geht unser Votum eindeutig zu einer neuen Domain für das Zielland. Wie bereits erwähnt, suchen User bevorzugt in ihrer Landessprache. Seiten mit einer eigenen Domain werden von Suchmaschinen definitiv bevorzugt. Eine einzige Domain mehrsprachig zu platzieren ist dagegen sehr aufwendig bis unmöglich. Viele Angebote gehen dabei unter. Außerdem bringen die Links, wenn geschickt platziert, valide Backlinks und verbessern so das allgemeine Ranking aller unternehmenseigenen Seiten.

Online Marketing
Neben dem Launch der Webseite müssen Sie natürlich auch im jeweiligen Land bekannt werden. Dies ist durch Online Marketing relativ kostengünstig möglich. Es erfordert jedoch einigen Aufwand und Geduld. Identifizieren Sie wichtige und glaubwürdige Blogs und andere Medien in Ihrem neuen Markt.
Lancieren Sie in diesen Medien Pressemitteilungen oder schreiben Sie Blogbeiträge als Gastautoren.
Dies bringt wertvolle Reputation, ist aber natürlich im Vergleich zu Suchmaschinenwerbung aufwendig. Dafür sind die Ergebnisse nachhaltiger und kosteneffizienter.

Über den Gastautor
Tobias Holzner ist der Geschäftsführer des Webseiten-Übersetzungsunternehmens viseto, dem Spezialisten für Komplettlösungen für Webseiten-Internationalisierung. viseto bietet seinen Kunden die Möglichkeit ihre Webseiten in mehr als 100 Sprachen übertragen zu lassen. Dabei übernimmt viseto nicht nur die Übersetzung sondern auch das Hosting und die Aktualisierung der übersetzten Seiten. Darüber hinaus bietet viseto auch technische Fachübersetzungen in allen gängigen Sprachen an.

25. Oktober 2010

Ist Übersetzen überhaupt möglich?

In einer Schwammkopf-Folge fährt der Tintenfisch in einem aufgemotzten Auto herum und sagt: “Schaut mal: mein neues Muskelauto!” Das ist die wörtliche Übersetzung des englischen muscle car, und ich dachte, es müsse doch eine bessere Übersetzung geben. Aber ich fand keine.

Schaut man sich die Bilder von Muscle Cars an, denkt man an – wie gesagt – aufgemotzte Autos, wie sie auch auf unseren Straßen zu sehen sind: tiefergelegte BMWs mit Breitreifen und Heckspoiler zum Beispiel.

Der Schein trügt jedoch. Unter “Muscle Cars” versteht man im US-amerikanischen nämlich laut Wikipedia erstens nur Autos bestimmter amerikanischer Hersteller wie Chevrolet, Dodge oder Oldsmobile mit einem Acht-Zylinder-Motor, und zweitens sind sie bereits ab Werk so hergestellt, d.h. gar nicht nachträglich getunt.

Dieses Beispiel zeigt wieder einmal, dass Wortbedeutungen von der jeweiligen Kultur abhängen, und warum Übersetzen so schwierig ist. Der Sprachphilosoph Hilary Putnam veranschaulicht am Beispiel Katze, dass selbst vermeintlich “einfache” Wörter nicht immer Eins-zu-Eins übersetzbar sind, denn Menschen aus unterschiedlichen Kulturen haben unterschiedliche prototypische Katzen vor Augen: Thailänder eine Siamkatze, Iraner eine Perserkatze, usw., so dass die Übersetzung des thailändischen miu (Mæw) mit Katze strenggenommen nicht korrekt ist.

Der Philosoph W.V.O. Quine hat daraus gefolgert, echtes Übersetzen sei unmöglich, es gebe nur unterschiedlich “brauchbare” Annäherungen.

16. September 2010

COHA: Historisches Korpus des amerikanischen Englisch (400 Mio. Wörter, 1810-2009)

Abgelegt unter: Korpuslinguistik — Petra @ 09:33

An der Brigham Young University (Utah) findet man das Corpus of Historical American English (abgekürzt mit COHA). Es enthält 400 Mio. Wörter aus über 100.000 verschiedenen Texten. Diese Texte stammen aus Zeitschrifen, Zeitungen, Sachbüchern und Romanen. Aus jedem Genre und jeder Dekade (1810-2009) sind die Texte im Korpus gleichmäßig vertreten.

Mit COHA kann schnell und einfach untersucht werden, wie sich die Verwendungshäufigkeit bestimmter Wörter, Phrasen oder grammatischer Konstruktionen im amerikanischen Englisch in den letzten zwei Jahrhunderten gewandelt hat. Aufgrund dieser langen Zeitspanne lässt sich auch untersuchen, wie sich die Bedeutung eines Wortes geändert hat oder welche stilistischen Veränderung ein Wort im Laufe der Zeit erfuhr.

Beispiele für steigendes oder sinkendes Vorkommen im Korpus:

Sinkendes Vorkommen: fellow, many a time
Steigendes Vorkommen: skills, frustrating, a lot of
Steigendes und dann sinkendes Vorkommen: boyish, famed

Historische und kulturelle Wendepunkte sind im Korpus auch gut zu erkennen. Geben Sie in die Suchmaske z.B. emancipation, telegraph, global warming oder war ein.

Das Ergebnis (Ausschnitt) einer Beispielabfrage des COHA ist in der Abbildung dargestellt. Das Balkendiagramm zeigt die relativen Häufigkeiten des Wortes war über alle Jahrzehnte seit 1800. Zu erkennen sind der amerikanische Bürgerkrieg (1860er), und der Erste und Zweite Weltkrieg. Wer weiß, was in den 1810ern los war, kann einen Kommentar schreiben.

coha-war

Das Korpus ist frei. Nach 10-15 Anfragen wird man gebeten sich zu registrieren.

12. September 2010

Nebenbei Englisch lernen mit dem Englisch-Blog

Abgelegt unter: deutsch-englisch — Petra @ 16:36

In der Masse der Englischlehr-Webseiten hebt sich eine hervor: Die von Markus Brendel mit seinem Englisch-Blog, der in den letzten zwei Jahren Top-Platzierungen auf lexiophiles.com erreicht hat.

So heißt es auf seinem Blog:

Der Englisch-Blog liefert jeden Tag neue Erklärungen und Übungen rund um die englische Sprache.

Der tägliche 5-Minuten-Snack für zwischendurch. Perfekt für alle, die nebenbei ihr Englisch auffrischen und verbessern wollen.

Damit trifft er den Nagel auf den Kopf (engl. to hit the nail on the head). Gerade wenn man zeitlich angespannt ist, sind Markus Kurzlektionen ideal um zwischendurch doch noch etwas Englisch dazu zu lernen. Dabei lässt er uns keinen einzigen Tag im Stich, nicht mal an Weihnachten oder wenn er im Urlaub ist. Seine Lektionen orientieren sich häufig am aktuellen Geschehen und werden von einem Video begleitet. Die neu gelernten Vokabeln kann man sich also auch gleich anhören. Nett sind auch seine Sheepman-Spiele, mit welchen uns Markus bestimmte Redewendungen raten lässt. Und wenn man selbst Fragen zu einem Englischthema (Wortbedeutung, Übersetzung, Korrektur, Aussprache,…) hat, dann kann man sich an die nette Community im Englisch-Forum wenden.
Mit den besten Empfehlungen von mir.

Der Englisch-Blog

Der Englisch-Blog

7. Juli 2010

Visualisierung von Wortfeldern: Translation Explorer

Wenn man im Wörterbuch die Übersetzungen eines Wortes nachschlägt, und dann zu allen gefundenen Übersetzungen wiederum die Übersetzungen zurück in die Ausgangssprache nachschlägt, erhält man Graphen wie den folgenden für das Ausgangswort “witzig”:

Graph zu witzig

Graph zu witzig

Den Graphen hat der Prototyp unserer neuen Anwendung Translation Explorer generiert. Die Wörter der Ausgangssprache sind orange unterlegt, die Wörter der zweiten Sprache blassrosa. Das Ausgangswort befindet sich in der Mitte des Graphen. Im Gegensatz zu den hier gezeigten Screenshots sind die Graphen im Translation Explorer interaktiv. Wenn man ein Wort anklickt, werden diejenigen Wörter, die direkt damit verbunden sind, farblich hervorgehoben (das sieht man weiter unten im Graphen zu “grow”, wo “wachsen” angeklickt wurde). Man kann den Graphen auch auseinanderziehen, mit dem Scrollrad hinein- und hinauszoomen und einzelne Wörter woandershin bewegen.

Wozu sind die Graphen gut? Im folgenden stellen wir drei Einsatzmöglichkeiten vor.

Synonyme finden
Im Graphen zu “witzig” findet man unter den Rückübersetzungen viele Synonyme zum Ausgangswort, wie “spaßig”, “lustig”, “drollig” usw.
Welche Synonyme gibt es für das englische Verb “grow”, und zwar im Sinne von “wachsen”? Ein Blick auf den folgenden Graphen liefert die Antwort.

Graph für grow

Graph für grow

Die richtige Übersetzung in einem bestimmten Kontext finden
Wie sagt man “eine Kugel Eis” auf Englisch? Die Übersetzungen für “Kugel” sind:

spheric spherical ball bowl bullet globe orb orbicule scoop shot slug sphere

Hier der Graph zu “Kugel”:

Graph für Kugel

Graph für Kugel

Die passendste Übersetzung wäre wohl “scoop”, da dieses Wort wiederum mit “Kelle” oder “Schöpfer” ins Deutsche übersetzt wird (oben im Graphen). Tatsächlich sagt man im Englischen “a scoop of ice cream”.

Eine nützliche Erweiterung des Translation Explorers wäre eine Suchanfrage nach Belegstellen, wo man die fragliche Übersetzung dann gleich in echten Textbeispielen überprüfen kann.

Rundreise durch den Wortschatz
Mit einem Rechts-Klick auf ein Wort wird der Graph um dieses Wort anzeigt, so dass man graphisch durch den ganzen Wortschatz “surfen” kann. Das ist nicht nur für visuell veranlagte Leute vielleicht eine motivierendere Art Vokabeln zu “büffeln”.

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22. Juni 2010

Einfach ist besser: Konrad Zuse zum Hundertsten

Abgelegt unter: Allgemein — Tags:, , , , , , , , , , — Peter @ 11:47

Heute wäre Konrad Zuse 100 Jahre alt geworden, der Mann, der 1941 in Berlin mit der Z3 den ersten funktionsfähigen Computer der Welt baute.
Bereits 100 Jahre davor, nämlich 1837, hatte der Engländer Charles Babbage den ersten nicht funktionsfähigen Computer entworfen, die Analytical Engine. Trotz finanzieller Unterstützung durch die Britische Regierung gelang es ihm bis zu seinem Tod 1871 nicht, seinen Entwurf in die Tat umzusetzen.
Zuse dagegen bastelte 1937 seinen ersten Rechner, die Z1, im Kreuzberger Wohnzimmer seiner Eltern zusammen. Sein Entwurf hatte nämlich einen entscheidenden Vorteil gegenüber dem von Babbage: Er arbeitete digital, d.h. er rechnete nur mit Nullen und Einsen, während Babbages Computer im Dezimalsystem rechnen sollte.
Ein Apparat, der 10 verschiedene Zahlen so miteinander kombiniert, dass beispielsweise eine Addition ausgeführt wird, ist ungleich schwieriger zu bauen als einer, der nur die zwei Zahlen Null und Eins addiert. Das ist nämlich ganz einfach: dafür reichen ein paar simple Schalter. Die anderen Grundrechenarten lassen sich auf die Addition zurückführen. Für einen vollständigen Computer fehlen jetzt noch Speicher und Steuereinheiten, die sich ebenfalls mit Schaltern aufbauen lassen. Ein elektrisch gesteuerter Schalter ist das Relais. Zuses Z3 bestand aus 2.000 Telefonrelais.
In den fünfziger Jahren wurden die elektromechanischen Relais durch Transistoren ersetzt, die dann in den 1960er Jahren in großen Mengen auf kleine Silizium-Chips aufgebracht werden konnten. Die heutigen Computerchips wie der Intel Core 2 enthalten auf einem daumennagelgroßen Chip mehrere hundert Millionen Transistoren.

Hier in Berlin-Moabit steht ein Denkmal von Konrad Zuse (siehe Foto). Es befindet sich zwischen Innenministerium und Spree, unweit der Moabiter Brücke (Kirchstr.).

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20. Juni 2010

Interview mit Franz Josef Och, Teamleiter von Google Translate

Abgelegt unter: maschinelle Übersetzung — Petra @ 17:50

Richard Gutjahr im Gespräch mit Franz Josef Och. Der Satz von Och “Sehr schwierig sind die Sprachen, für die wir nicht so viele Trainingsdaten finden, das heißt nicht so viele Daten, die in der Sprache und zu Englischen dann übersetzt worden….” bestätigt, dass wir mit unserer Evaluation richtig lagen.

11. Juni 2010

Portale mit zweisprachigen Beispielsätzen zum Nachschlagen von Übersetzungen

Abgelegt unter: translation memory, Übersetzung — Tags:, , , — admin @ 11:18

Wie findet man heraus, wie ein Wort richtig verwendet wird? Richtig, in dem man in einem Textkorpus die richtige Verwendung im Kontext nachschlägt. Für deutsche Sätze z.B. in der Korpussammlung vom IDS und für englische Sätze z.B. im British National Corpus. Das Nachschlagen in solchen einsprachigen Korpora eignet sich für Muttersprachler oder für fortgeschrittene Sprecher. Wenn jedoch ein Deutschsprachiger mit Anfängerkenntnissen des Englischen eine englische Übersetzung für einen Begriff sucht, kann er nur anhand des Kontextes entscheiden, welche Übersetzung die passende ist. Da er nicht richtig Englisch kann, kann er mit nur einem einsprachigen Korpus nichts anfangen und braucht daher die entsprechende deutsche Übersetzung. An dieser Stelle braucht er also zweisprachige Beispielsätze, in denen er nachschauen kann. Ein paar solcher Portale, die außer uns zweisprachige Beispielsätze zum Durchsuchen anbieten gibt es schon. Je nach Sprachpaar variiert nur die Menge an zweisprachigen Beispielsätzen, die zum Suchbegriff geliefert werden.

Nennenswerte Anbieter zweisprachiger Beispielsätze sind diese sechs (in alphabetischer Reihenfolge):

lingo24linguatoolslingueemymemoryTatoebataus

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